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Prolligans – die „Neuen“ haben das Wort

Interview: Meik

Ein Kollege stellte unlängst fest, daß Prolligans wohl inzwischen fast so oft wie Faustrecht in der MF vertreten sind, wobei beide Bands nun wahrlich nicht zu vergleichen sind. Letzten Endes entscheidet bei mir immer das Interesse an einer Band und die Sympathie zu den Menschen hinter der Band. Diese ist bei den Prolligans eben gegeben und es war auch eher ein schöner Spontaneinfall, die Prolligans mal wieder zu befragen. Die Prolligans sind mir immer wieder gerne willkommen, da sie sich ein Bild nicht durch Hörensagen bilden, sondern wirklich auf das was geben, was sie selber sehen. Schließlich wurde es ihnen oft genug übel genommen, uns Interviews zu geben, daß sie es dennoch machen, zeugt von Rückgrat, welches einigen Bands längst abhanden gekommen ist... Ich sage dazu nur: Immer wieder gern! Da die Band ja zwei neue Mitglieder hat, dürfte das Ganze auch nicht uninteressant sein.

Stellt euch mal vor und gebt was Privates für die Leser preis.

Jessi: Moin Moin, ich bin Jessica und knackige 22 Jahre jung. Seit August 2013 bin ich die Bassistin der Prolligans. Gebürtig komme ich aus dem wundervollen Ruhrpott, wohnen und arbeiten tu' ich derzeit aber in Hamburg.

David: Servus und Oi! Ich bin David, der neue Ochse und ich war vorübergehend an den Drums. Mittlerweile habe ich es an die Gitarre geschafft und Domi, ebenfalls aus Hamburg, hat das Schlagzeug übernommen. Privates gibt es sicher nicht viel Wichtiges zu erzählen. Ich lebe 'nen ganz normales Leben, 7-16 Uhr  auf Maloche und danach gönne ich mir mein Stier Bier und widme mich der Couch, halt voll und ganz Working Class!

 

Was brachte Euch dazu bei den Prolligans anzuheuern? Abenteuerlust, Bock sich unbeliebt machen, dadurch eine Frau finden oder sind die Prolligans einfach die Band, in die Ihr am Besten paßt.

Jessi: Auf jeden Fall bin ich bei den Prolligans, um Frauen abgreifen zu können... Ne ne, war nur Spaß. Ich habe die Prolligans schon immer gerne gehört und was gibt es denn bitte besseres, als bei der Band mitmachen zu dürfen, welche in die Kategorie  Lieblingsbands gehören? Die ganzen Treffen, Abende, Konzerte und Proben haben auch gezeigt, wie gut die Jungs zu mir und ich zu ihnen passe.

David: Eigentlich war das alles ziemlich spontan und dann auch zügig abgewickelt. Ich hatte 'nen paar Tage mit dem Pudolf geschrieben und auf dem Back on the Streets 2013 haben wir das dann quasi dingfest gemacht, dass wir einfach mal ins Saarland kommen, um uns besser kennenzulernen. Für mich war es sicher auch Abenteuerlust, denn da ich eigentlich nur Gitarre spiele und in andern Bands gesungen habe, war Schlagzeug für mich mal 'ne klasse Möglichkeit, mich einfach mal wieder auf was Neues einzulassen. Nun bin ich aber doch wieder an die Klampfe gerückt und irgendwo auch froh darüber!

 

Habt ihr vorher schon in anderen Bands gespielt? Welche waren das und warum seid ihr  da nicht mehr?

Jessi: Ich habe damals durch David den Weg zur Musik gefunden, weshalb ich auch schon immer mit David Musik gemacht habe. Anfangs habe ich mich an einer Westerngitarre versucht, was mir aber recht schnell langweilig wurde. Meine erste Band, in der ich dann den E-Bass spielte, hieß Wattever. Ein zusammen gewürfelter Haufen verrückter und lustiger Leute, welche zusammen Keller-Punk machen wollten. Es wurde uns allen aber schnell klar, dass unsere Ansichten von guter Musik und dem weiteren Leben zu unterschiedlich sind und wir lösten uns schließlich auf. Auch unser nächstes Projekt Prollsport fand leider vor kurzem ein Ende. Mit Prollsport verbinde ich eine super Zeit, tolle Partys und guten Oi!.

David: Ja, leider habe ich da schon 'nen paar Leichen im Keller. Angefangen hat alles mit zarten 13 Jahren. Das war mein Start in die Subkultur und meine erste Band Namens T.S.H.K wurde geboren! Knappe 2 Jahre später zog ich mit der Band Zuchthaus durch MV. Aus dieser Besetzung entstand auch die allererste Prollsport-Besetzung. Leider habe ich das ganze damals nicht so ernst genommen und bin ausgestiegen. Dann folgten einige Projekt wie Wattever und mein Solo-Projekt Einzelhaft, bis wir mit Prollsport in den letzten 2 Jahren fett  Gas gegeben haben. In dieser Zeit habe ich viel gelernt und konnte viel Erfahrungen sammeln. Diese Zeit werde ich nie vergessen, die guten so wie die schlechten Momente haben mich in meinem Leben weit nach Vorne gebracht!

 

Wie lange habt ihr das Treiben der Prolligans schon verfolgt, ohne bei ihnen zu spielen?

David: Also die Musik an sich kenn' ich um die 7 Jahre. Vielleicht auch ein bisschen länger oder kürzer, wie auch immer!

Jessi: Ich war 17 oder 18 Jährchen, als ich den zarten Klang ( :-D ) der Prolligans zum ersten Mal wahr genommen habe.

 

Kanntet ihr die Jungs persönlich, oder wie kam der Kontakt zustande?

David / Jessi: Vorher gab es nur ganz flüchtigen Kontakt zwischen David und Pudolf. Als es dann über die Prolligans-Facebook-Seite bekannt gemacht wurde, dass Unterstützung gesucht wird, haben wir uns kurzer Hand gemeldet. Nach ein paar Telefonaten, Mailkontakt, einem Wochenende auf dem BOTS Festival und einer Probe später wurden wir dann als Bandmitglieder getauft.

 

Was war euer witzigstes Erlebnis in Zusammenhang mit den Prolligans?

Jessi: Uh... Das witzigste Erlebnis in Zusammenhang mit den Prolligans... Naja, da ich es mir zur Lebensaufgabe gemacht habe, alle Fettnäpfchen dieses Universums für mich zu beanspruchen, würde es zu einer unendlichen Geschichte werden! Außerdem ist sowas ja auch immer Situationskomik und kommt gerade in Textform nicht so richtig rüber. Jedem, der jetzt ein bisschen neugierig geworden ist, dem rate ich auf die nächsten Konzerte zu kommen und das witzigste Erlebnis der Prolligans selbst zu erleben. :-)

David: Da kann ich mich der Jessi nur anschließen! Die meisten Brüller sind echt immer Situationskomik. Ich sach mal so, wir hatten schon 'ne Menge Spaß zusammen! Wir kommen alle super miteinander aus und es ist mittlerweile eine echt dicke Freundschaft entstanden.

 

Habt ihr Wünsche, was ihr in/mit der Band erreichen möchtet, oder was ihr unbedingt mal mit der Band machen wollt?

Jessi: Was die Zukunft bringt, das kann niemand so genau sagen. Ich weiß nur, dass Prolligans bereits etwas erreicht hat... Oisserst gute Musik, 'ne geile Truppe und ganz wichtig, eine super Aussicht auf geile Konzerte und riesen Spaß.

David: Also ich denke, dass wir uns in der nächsten Zeit weiter fleißig einbringen werden, um die Band voll und ganz zu unterstützen und weiter nach vorne zu bringen! Was alles vor uns steht, weiß leider niemand und eigentlich will ich mich auch einfach nur drauf freuen und überraschen lassen.

 

Was dürfen wir im nächsten Jahr von den Prolligans erwarten?

David: Ich denke, dass Ihr Euch erstmal mächtig auf die neue Platte freuen könnt, denn neue Musiker bedeuten meist auch einen neuen Stil in altbewährter Manier! Ich mag mal ganz wage behaupten, dass der neue Sound Euch die Jesuslatschen ausziehen wird!

 

Das Jahr neigt sich dem Ende, von daher auch eine spezifische Frage. Was war das beste Konzert, auf dem ihr dieses Jahr als Gast gewesen seid, welches das Schlechteste und was war/ist die beste und was die schlechteste Platte des Jahres?

David: Muss ehrlich sagen, dass ich dieses Jahr echt wenig privat unterwegs war. Wir waren mit der alten Band so viel unterwegs, dass ich mich echt mal über 'nen paar ganz lockere Kneipenabende gefreut habe.

Jessi: Also die schlechteste Platte des Jahres war eindeutig die Gehwegplatte vor meiner Wohnung! Ich habe mir so heftig das Knie angeschlagen...

Habt ihr noch etwas, was ihr loswerden wollt?

Jessi: Also zu erst einmal vielen Dank, dass wir hier die Möglichkeit bekommen haben, uns einmal kurz vorzustellen. Ich bin jetzt keine Interview-Jungfrau mehr! ;-) *plopp*                                                                               Darauf jetzt ein schönes kühles StierBier!!!

Cheers'n'Oi!,  Jessi

David: Nö, glaube nicht! Ich sach einfach mal Servus und Oi!

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